Über 400 Jahre – Schloss Schwandorf
Schloss Schwandorf Eingang Renaissance - Schloss Schwandorf

DIE GESCHICHTE

Ein Renaissance-Schloss im Waldachtal – erbaut auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg, geprägt von über 400 Jahren Familiengeschichte.

Schloss Schwandorf thront auf einem Tuffsteinfelsen über dem Waldachtal, nur wenige Kilometer von Nagold entfernt. Was heute als Renaissance-Juwel begeistert, hat seine Wurzeln im Mittelalter: Bereits 1270 wird die Familie Kechler von Schwandorf erstmals urkundlich erwähnt.

Das Schloss, wie wir es heute kennen, entstand um 1600 unter der Leitung des berühmten Baumeisters Heinrich Schickhardt – dem „schwäbischen Leonardo“. Schickhardt baute das Schloss „nahezu neu“ und schuf die charakteristischen mehrstöckigen Arkadengalerien, die an das Stuttgarter Alte Schloss erinnern.

Bildarstellung von Kechler Wappen  - Schloss Schwandorf

DIE KECHLER VON SCHWANDORF

Ein schwäbisches Adelsgeschlecht mit über 650 Jahren Geschichte – vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Die Kechler von Schwandorf waren ein einflussreiches schwäbisches Adelsgeschlecht, das erstmals 1270 urkundlich erwähnt wird. Ihr Wappen zeigt einen vorwärts gekrümmten goldenen Karpfen auf rotem Grund – ein Symbol, das noch heute im Schlussstein der Kapelle zu sehen ist.

Die bedeutendste Persönlichkeit der Familie war Hans Caspar Kechler (1513–1576), württembergischer Oberhofmarschall unter Herzog Christoph. Er führte 1560 die Reformation in Unterschwandorf ein und prägte das Schloss nachhaltig. Die Familie erlosch 1924 im Mannesstamm – doch ihr Erbe lebt in den Mauern des Schlosses weiter.

HEINRICH SCHICKHARDT – DER BAUMEISTER

Der schwäbische Leonardo prägte um 1600 das Gesicht des Schlosses – und schuf ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur.

Heinrich Schickhardt (1558–1635) war württembergischer Hofbaumeister und gilt als einer der bedeutendsten Architekten der deutschen Renaissance. Er studierte in Italien und brachte die Ideale der italienischen Baukunst nach Schwaben.

Um 1600 baute er Schloss Schwandorf „nahezu neu“ und schuf die dreiflügelige Anlage mit den charakteristischen mehrstöckigen Arkadengalerien, die an das Stuttgarter Alte Schloss erinnern. Das Schloss ist heute Teil der Europäischen Kulturstraße „Heinrich Schickhardt“.

um 1600

Der Umbau

Heinrich Schickhardt prägt das Schloss im Stil der Renaissance.

Bildarstellung von 20260606 091536 - Schloss Schwandorf
Schlosskapelle Netzrippengewölbe gotisch - Schloss Schwandorf

DIE GOTISCHE KAPELLE

Seit 1869 ein Ort für Trauungen und Taufen – Schloss Schandorf (in Unterschwandorf bei Haiterbach)

Die Schlosskapelle ist ein Kleinod spätmittelalterlicher Baukunst. Das filigrane Netzrippengewölbe, die schlanken Fenster mit Maßwerk und der Schlussstein mit dem Kechler-Wappen zeugen von der Handwerkskunst des 16. Jahrhunderts.

Seit 1869 werden in der Kapelle Gottesdienste, Trauungen und Taufen gefeiert. Der verstorbene Schlossherr Günther Graef hat die Kapelle behutsam restauriert – sein Sohn Lars Graef führt diese Tradition fort.

Über 750 Jahre Geschichte – von der ersten urkundlichen Erwähnung bis heute.

1270

Erste Erwähnung

Die Kechler von Schwandorf werden erstmals urkundlich erwähnt

1560

Reformation

Hans Caspar Kechler führt die Reformation in Unterschwandorf ein

1596

Die Kapelle

Erste urkundliche Erwähnung der Schlosskapelle

~1600

Schickhardt-Umbau

Heinrich Schickhardt baut das Schloss im Renaissance-Stil um

1869

Trauungen

Die Kapelle wird für Gottesdienste und Trauungen geöffnet

1924

Ende der Linie

Die Familie Kechler von Schwandorf erlischt im Mannesstamm

2022

Neubeginn

Das Schloss öffnet für Hochzeiten und private Feiern

Heute

Ihr Erlebnis

Lars Graef führt das Erbe seines Vaters Günther Graef fort

DIE FAMILIE GRAEF

Von der Restaurierung zur neuen Bestimmung – wie das Schloss wieder zum Leben erwacht.

Günther Graef, der verstorbene Schlossherr, widmete sich über Jahrzehnte der behutsamen Restaurierung des Schlosses. Mit großem Respekt vor der Geschichte und viel Liebe zum Detail bewahrte er das Renaissance-Juwel für kommende Generationen.

Seit 2022 öffnet das Schloss seine Tore für Hochzeiten, Taufen und private Feiern. Lars Graef, sein Sohn, führt diese Vision fort: Geschichte erlebbar machen, ohne sie zu verfälschen.

Das Schloss ist kein Museum, sondern ein lebendiger Ort. Ein Ort, an dem Geschichte auf Gegenwart trifft. Ein Ort, an dem Ihre Geschichte beginnen kann.

„Erleben Sie Geschichte. Feiern Sie Ihre Zukunft.“

Entdecken Sie das Schloss persönlich. Bei einer Besichtigung erzählen wir Ihnen gerne mehr über die Geschichte – und über die Möglichkeiten für Ihre Feier.